Dienstag, 06 Oktober 2015 13:29

Besuch des Brandcontainers Altensteig

Am Samstag, den 12. September machten sich 11 Atemschutzgeräteträger und 4 Helfer der freiwilligen Feuerwehr Mauer auf zu einer nicht alltäglichen Ausbildung. Ziel war die Brandcontaineranlage in Altensteig. Nach gut zwei Stunden Fahrt war das Ziel erreicht.
Im Feuerwehrhaus wurden wir von Ausbildungsleiter Traub begrüßt. Er führte dann auch einen kurzen Theorieteil durch und erklärte uns die Anlage. Danach ging es dann an den Ortsrand von Altensteig zu der Brandcontaineranlage. Die Kameraden der Feuerwehr Altensteig hatten schon begonnen die Anlage vorzubereiten. Wir mussten noch die Wasserversorgung aus der nahelegen Nagold herstellen und unsere Ausrüstung anlegen. Die Anlage besteht aus sechs Seecontainern die miteinander verbunden sind. In zwei der Container wird mittels Holz und Tannenzweige Feuer und Rauch erzeugt, der durch alle Container strömt um damit unter einsatzrealen Bedingungen zu üben. Geübt werden können hier Wohnungs-, Zimmer,- Keller- und Industriebrände, aber auch sonstige Brände und eine Rauchgasdurchzündung kann simuliert werden.
Nachdem alle ihre Ausrüstung überprüft und angelegt hatten, ging es in Zweier- oder Dreiertrupps in die Container. Jeder Feuerwehrangehörige führt hierbei neben seiner Schutzkleidung noch Atemschutzgerät mit Maske, Strahlrohr, Funkgerät und Schlauchleitung mit sich und hat somit ca. 30 Kilogramm zusätzlich zu tragen. Dies stellt eine enorme körperliche Belastung dar, welche nicht zu unterschätzen ist.
Als Erstes machten wir eine Wärmegewöhnung. Hier konnten wir beobachten wie sich das Feuer, die Hitze und der Rauch bei einem Entstehungsbrand entwickelt. Innerhalb kürzester Zeit war der komplette Raum verraucht. Anschließend erhielt jeder Trupp verschiedene Übungsszenarien. So mussten Personen in den verrauchten Containern unter Nullsicht gesucht, Kellerbrände gelöscht oder auch ein defektes Rohr repariert werden. Die Temperaturverhältnisse sind mit einem ausgedehnten Zimmerbrand vergleichbar und liegen zwischen 250 und 400 Grad Celsius. Aber nicht nur die körperliche Belastung ist enorm. Auch die psychische Anforderung an einen Atemschutzgeräteträger ist nicht zu unterschätzen. Wie erkenne ich eine bevorstehende Durchzündung? Wann führe ich eine Rauchgaskühlung durch? Sind noch Personen im Raum?
Unbekannte Umgebung unter Nullsicht. Wieviel Luft steht mir noch zur Verfügung? Alle diese Umstände erfordern, dass Feuerwehrangehörige immer wieder aktuell geschult werden und verschiedenste Einsatzszenarien trainieren.
Jeder Trupp führte zwei oder drei Durchgänge in der Anlage durch. Durch die Ausbilder, die den jeweiligen Trupp begleiteten, folgten anschließend wertvolle Tipps und Hinweise aber auch angemessene Kritik. Nach ca. zwei Stunden und erfolgreich beendeter Übung ging es zurück ins Gerätehaus der Altensteiger Wehr. Eine kurze Nachbesprechung und eine Stärkung rundeten die Ausbildung ab. Erschöpft traten wir dann die Heimreise an.
Ein besonderer Dank gilt allen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Altensteig, die uns eine sehr lehrreiche und informative Übung ermöglichten. Die Teilnahme an dieser besonderen Art der Ausbildung war nur durch die finanzielle Unterstützung des Fördervereins Strahlrohr und der Gemeindeverwaltung möglich. Die Übung war aus unserer Sicht ein voller Erfolg und hat unsere Erwartungen übertroffen. Da die Anforderungen an die Feuerwehrangehörige ständig steigen, sollte daher solche eine Ausbildung zu gegebener Zeit wiederholt werden.

Bilder Feuerwehr Mauer

Bilder Feuerwehr Altensteig

Gelesen 1126 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 07 Oktober 2015 09:03
Mittwoch, 17. Januar 2018

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